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Stein der Geduld
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Info
In einem Dorf in Afghanistan sitzt eine Frau am Bett ihres schwerverletzten Mannes, der im Koma liegt. Im Zimmer ist es still, draußen hört man Schüsse, die Frau betet. Dann beginnt sie zu reden. Sie erzählt ihm, was sie ihm vorher nie sagen konnte, von dem Drama, das die Ehe für sie bedeutet. Wie dem magischen "Stein der Geduld" aus der afghanischen Mythologie vertraut sie ihm ihre Schmerzen an und beichtet ein Geheimnis, das sie seit langem bedrückt. Doch auch die Geduld eines Steins ist nicht unendlich.
Status: in Postproduktion
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Synopsis
Irgendwo in Afghanistan. Das Land wird von einem namenlosen Krieg zerrissen.
Unsere Heldin ist eine schöne Frau Ende zwanzig, die sich in einem schäbigen Schlafzimmer um ihren Mann kümmert. Um ihn aus dem Koma ins Leben zurückzuholen, muss seine Frau 99 Tage lang je einen der 99 Namen Allahs im Atemrhythmus ihres Mannes rezitieren. Doch nach zwei Wochen ähnelt ihr Gebet eher einem Geständnis. Kann der Mann seine Frau sehen, hören und verstehen? Sie spricht über ihre Kindheit, ihr Leid, ihre Frustrationen, ihre Einsamkeit, ihre Träume, Wünsche, Sorgen und schließlich über ihr absolut verbotenes Geheimnis. Auf diese Weise wird der Mann unfreiwillig zum „Syngué-Sabour“, einem magischen Stein, den man der persischen Mythologie zufolge vor sich hinlegt, um sein Unglück, seinen Kummer, sein Leid und sein Elend auf ihn abzuladen: alles, was man nicht wagt, anderen Menschen anzuvertrauen. Und der Stein hört zu. Wie ein Schwamm saugt er die Worte in sich auf, trinkt die Geheimnisse, bis er eines Tages zerbirst.
In der Zwischenzeit muss sich die Frau durchschlagen, um zu überleben. Um ihre beiden Töchter vor den Milizen zu schützen, sucht sie Zuflucht bei ihrer Tante, einer Prostituierten. Die Tante hat einen starken, unabhängigen Charakter. Sie lehrt ihre Nichte unter dem Terror der Männer zu leben und hilft ihr, die Geheimnisse ihres Körpers zu entdecken.
Dann entdeckt sie sich selbst in einer Beziehung, die sie mit einem jungen Soldaten eingeht. Er ist Kriegswaise und wurde von einem Kommandeur aufgenommen, der ihn nun missbraucht. Sie wird ihm all die Dinge beibringen, die ihr Mann nie lernen wollte …
Bis ihr steinähnliche Mann am Ende der Geschichte ins Leben zurück kehrt ...
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Regie
Biografie Atiq Rahimi
Atiq Rahimi ist ein französischer Schriftsteller und Dokumentarfilmer afghanischer Herkunft.
An der Universität Kabul begann er ein Literaturstudium und war als Filmkritiker tätig. Während des Bürgerkriegs in Afghanistan suchte Rahimi Zuflucht in Pakistan und floh 1984 nach Frankreich. An der Sorbonne in Paris promovierte er in audio-visueller Kommunikation.
Sein erster Roman Khâkestar-o-khâk (“Erde und Asche” oder „Terre et cendres“), verfasst in Dari, erschien 2000 und thematisiert den Krieg in Afghanistan; Rahimi hat ihn 2004 auch selbst erfolgreich verfilmt. Für seinen ersten Roman in französischer Sprache Syngué Sabour („Stein der Geduld“) erhielt Rahimi 2008 den Prix Goncourt.
Sein weiteres Œuvre kreist ebenfalls um die kulturellen und politischen Verhältnisse in Afghanistan, vorrangig um die (Selbst-)Befreiung der Frauen in Afghanistan aus ihrer traditionellen Rolle. Rahimi ist afghanischer und französischer Staatsbürger und seit den 2000er-Jahren auch wieder in Afghanistan kulturell aktiv.
Filme
2011: „Stein der Geduld“
2004: „Erde und Asche“ (u. a. „Regard vers l’Avenier“- Preis in Cannes 2004)
Bücher
2009: „Stein der Geduld“ („Syngue Sabour“) – Ullstein, Berlin
2005: „Le Retour imaginaire“ – P.O.L., Paris
2003: „Der Krieg und die Liebe“ – Claassen, München
2001: „Erde und Asche“ („Terre et cendres“) – Claassen, München
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Stab
Cast:
FRAU: Golshifteh Farahani
TANTE: Hassina Burgan
JUNGER SOLDAT: Massi Mrowat
MANN: Hamidreza Djavdan
Team:
Regie: Atiq Rahimi
Drehbuch: Jean-Claude Carrière und Atiq Rahimi
Kamera: Thierry Arbogast
Ton: Dana Farzaneh Pour
Produktionsdesign: Erwin Prib
Kostümdesign: Malak Djaham Khazai
Schnitt: Hervé de Luz
Produzent Frankreich: Michael Gentile, The Film, Paris
Produzent Deutschland: Gerhard Meixner & Roman Paul, Razor Film
Förderung Deutschland: Medienboard Berlin-Brandenburg, FFA
Sender: arte
